Mit Schwierigkeiten umgehen und Krisen meistern – eine Weisheitsgeschichte

10 06 2009

Zur Meditation

Ein böser Mann ärgerte sich über eine junge schöne Palme. Um ihr zu schaden, legt er einen großen Stein in die Krone. Doch als er nach Jahren vorbeikommt, ist die Palme größer und schöner geworden als alle anderen rings herum. Der Stein zwang sie, ihre Wurzeln tiefer in die Erde zu graben. So konnte sie auch höher emporwachsen. Der Stein wurde zur Herausforderung für sie.

So sind unsere Probleme keine Probleme an sich, sondern Herausforderungen. Wir wachsen an ihnen. Lösen wir ein „Problem“, kommt das nächste „Problem“. Aber eines, das schwerer zu bewältigen ist als das vorherige. Wir kommen von einem Level in das nächste Level.

Im Begriff Herausforderung stecken zwei Begriffe: „Heraus“ und „Fordern“. Die Herausforderung fordert von uns herauszugehen. Und zwar aus uns selber herauszugehen. Die Forderung ist: Geh aus Dir heraus, geh über Dich hinaus. Denn in Dir steckt mehr drin als Du zunächst vermutest.

Manchmal brauchen wir einfach jemanden an unserer Seite. Das ist auch völlig normal, denn Menschen sind Beziehungswesen. Wir sind darauf ausgerichtet, dass wir einander brauchen. Niemand will wirklich alleine sein. Auch nicht der, der so cool scheinen möchte und seiner Welt signalisiert, er käme alleine zurecht. Schließlich braucht er die anderen, um seine Coolness zu demonstrieren. Könnte er das nicht, kommt er sich einsam und verloren vor.

Aber jemanden an seine Seite zu nehmen, egal ob jetzt einen guten Freund, oder jemand Professionelles, das ist auch eine Herausforderung. Schließlich muss ich aus mir herausgehen, und damit auf jemanden zugehen. Manche empfinden das als Armutszeugnis. Als Zeichen von Schwäche. Das Gegenteil ist allerdings der Fall: Wenn ich auf jemanden zugehe, zeige ich damit Stärke. Hier ist jemand, der sich selber genau kennt – und genau weiß was er will. Der gleichzeitig weiß, wie er seine Ziele erreicht. Ziele erreiche ich nicht im Alleingang. Das zu erkennen ist ein Riesenschritt Herausforderungen zu bewältigen.

(Bild: Pixelio – Jens Bredehorn)





Krisen sind auch Chancen – Wunsch oder Tatsache?

4 06 2009

371793_Chance-KriseAuch wenn ich all das durchgemacht habe, was ich durchgemacht habe, so bereue ich die Schwierigkeiten nicht, in die ich mich begeben habe – weil sie es waren, die mich dorthin brachten, wohin ich zu gelangen wünschte.

(Paul Coelho, brasilianischer Schriftsteller und Bestseller-Autor).

Ganz ehrlich: Es gibt Momente, da kann ich gut und gerne auf Krisen, Schwierigkeiten, Probleme, Konflikte und derlei Dinge verzichten. Doch wenn ich genauer hinschaue…. dann muss ich auch ehrlich sagen: Ohne diese Krisen wäre ich nicht da, wo ich heute bin. Besser gesagt: Ohne diese Krisen wäre ich heute nicht der, der ich jetzt bin.

Wer bin ich heute? Immer noch Peter Varsek. Allerdings gewachsen an Wissen, Know-how, Persönlichkeit und an Mut. Trotzdem bleibe ich an dem Punkt, den Sokrates schon festgestellt hat: „Ich weiß, dass ich nicht weiß.“ Denn auch das gehört zum Wachstum und zur Reifung: Zu wissen, dass man über das eine oder andere entweder wenig oder nicht wirklich was weiß. Was ich aber sicher weiß, das weiß ich – und setze es auch ein.

Im Grunde genommen ist es tatsächlich so: Wenn das Leben ohne Schwierigkeiten und Krisen ablaufen würde, es wäre ein langweiliges Leben. Denn gerade diese Dinge, die uns im Grunde genommen verhasst sind, bereichern das Leben. Dadurch erkenne ich was eigentlich Leben heißt. Ich erkenne dabei aber auch: In mir steckt mehr als ich geglaubt und gedacht habe. Ja, ich bin zu mehr fähig. Natürlich erkenne ich dabei auch meine Grenzen. Oder stelle fest, dass mir gewisse Fähigkeiten doch nicht vorhanden sind, die ich als vorhanden geglaubt habe. Dafür liegen meine Stärken woanders.

Zwei Punkte sind dabei ganz wichtig:

  1. Mit Schwierigkeiten bzw. Krisen gehe ich anders um als bisher: Ich sehe sie als Herausforderung – als Herausforderung, die zu meistern gilt, und an der ich wachsen werde
  2. Ich muss tatsächlich bereit sein an mir selber zu arbeiten.

Sehe ich Schwierigkeiten und Krisen nicht mehr als Probleme, sondern als Herausforderung, gehe ich auch ganz anders an die Sache ran. Denn Probleme sehe ich als zu eliminieren an. Probleme belasten. Schnell meine ich zu glauben: „Das schaffe ich eh nicht.“ Herausforderungen wollen gemeistert werden. Am Ende will ich sagen: „Ich hab´s geschafft.“ Und Herausforderungen kann ich tatsächlich schaffen. Auch Teilerfolge sind Erfolge. Genau darin liegt der Unterschied zum Problem. Denn bei Problemen gibt es keine Teilerfolge. Entweder das Problem (oder die Probleme) ist noch da oder es ist weg. Ganz anders Herausforderungen. Hier sind Teilerfolge möglich.

Gleichzeitig vergessen wir bei der ganzen Sache immer eines: Ist ein Problem gelöst, taucht ein neues Problem auf. Das ist nichts anderes, als dass wir unseren Level steigern. Vergleichbar mit einem Spiel. Denken wir Herausforderung, ist uns durchaus bewusst, dass wir nur besser werden können. Und noch was: Bei Herausforderungen sind wir eher bereit jemanden zur Hilfe zu nehmen.

Und gerade der letzte Punkt, nämlich an sich arbeiten zu wollen, ist ein Aspekt, der entweder zum Scheitern oder zum Erfolg von meinen Schwierigkeiten oder Krisen führt. Nur wenn ich aufstehe und an die Sache ran gehe, werde ich erfolgreich sein.

Krisen sind also tatsächlich Chancen. Ob das jetzt Krisen im Beruf sind, oder Krisen unter Freunden, oder in der Ehe. Ja, sogar die Finanzkrise ist tatsächlich eine Chance. So „gerne“ man das jetzt hören möchte….





DIE LÖSUNG vom Montag

29 05 2009

Bei der Schreibkraft handelt es sich um den Vater des Kindes!

Obwohl das logisch ist, fällt die Lösung des Rätsels den meisten Menschen schwer. Der Grund: Wir gehen fast automatisch davon aus, dass eine Schreibkraft weiblich ist, weil dieser Beruf überwiegend von Frauen ausgeübt wird. Ein unbewusstes Vorurteil. Dieses Exeriment zeigt, dass uns Stereotypen manchmal daran hindern, selbst einfache Zusammenhänge zu verstehen.

Deshalb sollte man des Öfteren versuchen, Situationen bewusst aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten.





Artikel in einem anderen Blog: Krisenzeit: Ein Prozess wird spürbar

27 05 2009

Heute wurde ein Artikel von mir im Blog der Christlichen Lebensberatung e.V. veröffentlicht.Es sind ein paar Gedanken zur Finanzkrise, sowohl theologische als auch ökonomische. Zum Lesen klicken Sie auf folgenden Link: http://tinyurl.com/kpp3jo

Ein Auszug aus dem Artikel:
Unsere derzeitige Angst liegt tiefer, als „nur“ eine Krise zu durchleben. Wir erfahren, dass die Schwellenländer wirtschaftlich zunehmend die Nase vorne haben. Begleitet wird der Gedanke von der alten linear-binären Logik: Wenn es dem einen gut geht, muss es dem anderen schlecht gehen. So nach dem Motto, Wohlstand kann immer nur auf Kosten der anderen gehen. Oder auch: Wenn andernorts der Wohlstand gelingt, bedroht sie unseren Wohlstand. Nur… weiter





Jeder hat Vorurteile

25 05 2009

Sie glauben nicht, dass jeder Mensch Vorurteile hat? Sie denken, dass Sie frei von Vorurteilen sind? Dann finden Sie die Antwort auf folgendes Rätstel:

Eine Frau springt morgens aufgeregt aus dem Bett, da sie einen wichtigen Termin hat. Während sie ihre kleine Tochter ankleidet, hört sie im Radio, dass die Kindergärten streiken. Deshalb nimmt sie das Kind mit zu dem Termin und bittet die Schreibkraft des Büros, auf das Mädchen aufzupassen. Währen die Mutter ihre Geschäftspartner trifft, wird die Schreibktaft auf das Kind angesprochen und sagt: “Die Kleine ist meine Tochter.” Das kann nicht sein? Doch. Denn die Schreibkraft ist niemand anders als…

Geben Sie Ihre Antwort in die Kommentare. Die Lösung liefere ich Ihnen am Freitag.





Die Macht meiner Bewertung

16 05 2009

Immer wieder betone ich in Seminaren, Coachings und Beratungen – aber auch in Gesprächen -, dass wir Situationen eine Bedeutung, und damit eine Bewertung geben. Das gilt auch für die Kommunikation! Und das gilt ebenso für Konflikte!

Das hat zur Folge, dass ich durch meine Bedeutung, die ich gebe, die Weichen stelle, wie es weiter gehen soll. Bleibe ich sitzen oder stehe ich auf und gehe weiter?

Heute habe ich eine geeignete Anekdote gefunden, die die Macht meiner Bedeutung bzw. meiner Bewertung veranschaulicht:

Der Meister erklärte: Die Welt, wie sie die meisten Leute sehen, ist nicht die Welt der Wirklichkeit, sondern eine Welt, die ihr Kopf hervorgebracht hat. Als ein Schüler das bezweifelte, nahm der Meister zwei Stöcke und legte sie in Form eines T auf den Boden. Dann fragte er den Schüler: “Was siehst du hier?” “Den Buchstaben T”, antwortete er. “Genauso habe ich es mir vorgestellt”, sagte der Meister. “Es gibt von sich aus keinen Buchstaben. Das T ist die Bedeutung, die du ihm gibst. Was du vor dir siehst, sind zwei abgebrochene Äste in Form von Stöcken.”





Hilfe ohne Schmerzen – Fortschritt ohne Veränderung?

13 05 2009

Vor kurzem bin ich auf folgende Anekdote gestoßen, die mich nicht mehr loslässt:

Ein Mensch kam zu einem Meister und wünschte Heilung. Der Meister fragte ihn: „Willst du wirklich Heilung?“. Der Mensch wunderte sich über diese Frage: „Wenn ich es nicht wollte, würde ich mir dann die Mühe machen zu kommen?“ „Oh ja, die meisten Menschen tun das.“, antwortete der Meister. „Wozu?“, wollte der Mensch wissen. Der Meister schaute den Menschen an und sagte: „Nicht wegen der Heilung kommen sie, denn sie tut weh. Sie kommen, um Erleichterung zu finden.“ Später erklärte der Meister seinen Schülern das wirkliche Problem: „Menschen wünschen sich Heilung ohne Schmerzen. Das ist das gleiche wie solche Menschen Fortschritt ohne Veränderung wünschen.“








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