Zur Meditation
Ein böser Mann ärgerte sich über eine junge schöne Palme. Um ihr zu schaden, legt er einen großen Stein in die Krone. Doch als er nach Jahren vorbeikommt, ist die Palme größer und schöner geworden als alle anderen rings herum. Der Stein zwang sie, ihre Wurzeln tiefer in die Erde zu graben. So konnte sie auch höher emporwachsen. Der Stein wurde zur Herausforderung für sie.“
So sind unsere Probleme keine Probleme an sich, sondern Herausforderungen. Wir wachsen an ihnen. Lösen wir ein „Problem“, kommt das nächste „Problem“. Aber eines, das schwerer zu bewältigen ist als das vorherige. Wir kommen von einem Level in das nächste Level.
Im Begriff Herausforderung stecken zwei Begriffe: „Heraus“ und „Fordern“. Die Herausforderung fordert von uns herauszugehen. Und zwar aus uns selber herauszugehen. Die Forderung ist: Geh aus Dir heraus, geh über Dich hinaus. Denn in Dir steckt mehr drin als Du zunächst vermutest.
Manchmal brauchen wir einfach jemanden an unserer Seite. Das ist auch völlig normal, denn Menschen sind Beziehungswesen. Wir sind darauf ausgerichtet, dass wir einander brauchen. Niemand will wirklich alleine sein. Auch nicht der, der so cool scheinen möchte und seiner Welt signalisiert, er käme alleine zurecht. Schließlich braucht er die anderen, um seine Coolness zu demonstrieren. Könnte er das nicht, kommt er sich einsam und verloren vor.
Aber jemanden an seine Seite zu nehmen, egal ob jetzt einen guten Freund, oder jemand Professionelles, das ist auch eine Herausforderung. Schließlich muss ich aus mir herausgehen, und damit auf jemanden zugehen. Manche empfinden das als Armutszeugnis. Als Zeichen von Schwäche. Das Gegenteil ist allerdings der Fall: Wenn ich auf jemanden zugehe, zeige ich damit Stärke. Hier ist jemand, der sich selber genau kennt – und genau weiß was er will. Der gleichzeitig weiß, wie er seine Ziele erreicht. Ziele erreiche ich nicht im Alleingang. Das zu erkennen ist ein Riesenschritt Herausforderungen zu bewältigen.
(Bild: Pixelio – Jens Bredehorn)
„Auch wenn ich all das durchgemacht habe, was ich durchgemacht habe, so bereue ich die Schwierigkeiten nicht, in die ich mich begeben habe – weil sie es waren, die mich dorthin brachten, wohin ich zu gelangen wünschte.“


Letzte Kommentare